Geschichte

Unsere Geschichte als Templer ist nicht etwas, das wir gut und gerne auch vergessen oder als unwichtig abtun können. Wir sollten sie immer lebendig halten – in all unseren Publikation, in dem, was wir tun und in unseren Herzen. Nichts anderes haben unsere Brüder verdient. Wenn wir unsere Vergangenheit vergessen und Interessenten nicht davon erzählen, sind wir nur eine von mehreren Wohlfahrtsorganisationen mit ritterlichem Touch. Davon aber gibt es genug und das können der Deutsche Orden, die Malteser und Johanniter und wie sie alle heißen besser. Wir sind anders, weil wir die Templer sind. Wir sind das lebende schlechte Gewissen für die anderen Templerorden, den Vatikan und Frankreich. Wir halten noch unsere ritterlichen Ideale hoch und begnügen uns nicht damit, bei internen Veranstaltungen ein Mäntelchen zu tragen. Wir sind die Templer!

 

Der Weg zum modernen Templerorden

Das Ziel, Mönch und Ritter in einer Person zu vereinigen, war äußerst ehrgeizig, fast unerfüllbar. Es bedurfte außerordentlicher Fähigkeiten, nach dem als höchste Werte erkennbarem Ziel der Templerregel zu leben. Der hehre, fast heilige Anspruch des Ordensgründers Hugo von Payens, der als unausführbar geltende Plan vom heiligen Krieger, der ungleiche Kampf zwischen dem listenreichen König Philipp und dem schlichten Jakob von Molay; all dies sind Kapitel einer bewegenden, zu tief menschlichen Tragödie.

Zwischen 1307 und 1312 fand der sog. Templerprozess statt. Die Quellen zum Prozess sind zahlreich und vielseitig. Er beginnt mit dem Haftbefehl König Philipp IV von Frankreich im September 1307 und endet mit der angeordneten Auflösung des Ordens, da das Verfahren damit juristisch zum Abschluss gekommen ist. Während der Verhöre wurde den einzelnen Würdenträgern und dem Großmeister des Ordens die Absolution erteilt, sie zur Kommunion und zu den Sakramenten zugelassen und wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Dem Vorwurf des Götzendienstes war damit die Grundlage entzogen.

Durch seinen Widerruf der Beschuldigungen und der Bezeugung der Unschuld des Ordens gab Jacques de Molay dem Orden seine Würde zurück:
„Sie gestanden unter Folter und widerriefen unter Qualen.“

Die Tempelritter waren weder den Willen anderer Menschen beeinflussende und geisterhafte Mächte, noch Heilige, sondern einfach nur Menschen mit Stärken und Schwächen. Aber sie haben Großes gewagt.

Mögen auch Spuren der Ritter nach der Verbrennung 1314 des 23. Großmeisters, Jacques de Molay, im Dunkeln der Geschichte verloren gegangen sein, der Orden wurde dennoch inhaltlich in der Tradition weiter geführt, die da lautet:

Das Feuer hüten und nicht die Asche aufbewahren

Ordre du Temple

Die „Tabula Aurea Charta Transmissionis“, kurz, die „Charta des Larmenius“ aus dem Jahre 1324, das älteste im Original erhaltene Dokument des Templerordens nach seiner offiziellen Aufhebung, wird zur eigentlichen Hauptschrift der Gründung des neuen Ordens.

1705 wählt der Generalkonvent des Templerordens im Schloss von Versailles Philipp von Bourbone zum 41. Großmeister des Ordre du Temple. Die älteste Form der Statuten wir revidiert, handschriftlich neu aufgezeichnet und durch Unterschrift und Siegel von Philippus Aurelianus bestätigt. Der Templerorden wird ab jetzt als ein Laienritterorden geführt.

1754 Ablegung des Glaubensbekenntnisses und der Verpflichtung, den ritterlichen Geist des Ordens im Sinne der Generaltugenden zu bewahren: Demut, Erkenntniskraft, Tapferkeit, Bescheidenheit, Gerechtigkeit.

1818 beginnt der Ordre du Temple sich wieder in ganz Europa auszubreiten. Gegründet wird das Priorat Deutschland.

1837 legt der Orden ein deutliches Bekenntnis zum Christlichen Glauben ab.

1841 entscheiden die Templer, alle Christen, unabhängig ihres Bekenntnisses, Mitglied des Ordens werden zu lassen.

Während seiner ganzen Geschichte verstand sich der Tempel als übernationale Organisation, die nur den christlichen Idealen verantwortlich ist, nicht aber irgendwelchen nationalen Regierungen.

Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani

Höchster Ritter-Orden des Tempels Salomons

1853 wird der Status, das sogenannte Grundgesetz des Ordens, feierlich und förmlich bestätigt und durch Beschluss Kaiser Napoleons III der OSMTH als Höchsten Ritter-Orden vom Tempel zu Jerusalem anerkannt.

Templer dürfen wieder öffentlich ihre Abzeichen und Wappen des Ordens tragen; es folgt 1857 die Benutzung des patriarchalischen Kreuzes.

1910 übernimmt Kaiser Wilhelm II die Nachfolge als Großmeister von Edward VII.

1983 wird beschlossen, Frauen als Templerdamen aufzunehmen.

1995 entsteht die atlantische Ausprägung des OSMTH aus Großprioraten beiderseits des Atlantiks.

2001 vollzieht sich in Wien der Beitritt Deutschlands zum internationalen Orden.

2010 wird die autonome Komturei Regensburg „Leonhard von Noblat“, mit Sitz in Schwandorf, im Kloster Waldsassen gegründet. Sie sieht sich für die Oberpfalz (Bayern) zuständig.

2016 Die Komturei Regensburg wird zum Protektorat für ganz Bayern. Ordenshaus in Passau ist im Aufbau.

 


 

Und hier:

Die alter Templer-Regel

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