Kasanlak:

Ein neues Projekt wurde im benachbarten Kasanlak neben die dort bestehenden 3 Projekte( Altenheime) in Angriff genommen. Hier existiert eine Einrichtung und Gruppe von Frauen und Männer, die sich um Familien mit geistig und körperlich behinderten Kindern kümmern. In den Landkreisen Kasanlak und Pavel Banja sind es 128 Familien. Ihre Versorgung ist nicht gesichert und bleibt auf der Strecke. Sie werden einfach weggesperrt oder ausgesetzt. Geht es nach uns, soll und wird sich das langfristig ändern. Geplant und durchgeführt wurde:

1) die Versorgung der Kinder erstmal mit Lebensmittel. 12 Paletten Kindernahrung. 2017 kam die erste Lieferung damit die Ernährung der Kinder durch den Winter garantiert ist.

2) Geplant haben wir in Schipka einen Sinnespfad zu errichten, damit diese Kinder überhaupt erst richtig die Welt entdecken und begreifen können.

3) Die Kinder werden auch mit Kleidung, Schuhe und Spielsachen versorgt.

Auf der Prioritäten Liste ist dieses Projekt ganz weit oben.

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Petko Tschirpanliew KCTJ

Refuges Willkommen- so war es!

2015 zog meine Tochter in die Nähe einer Flüchtlingsunterkunft und auf der Straße sah ich einen jungen Mann den ich ansprach. Er war Syrer und er lud mich ein ihn zu besuchen. Das war der Anfang meiner Hilfe für Geflüchtete. Ich hatte auf einen Schlag 28 Männer die froh und dankbar waren, dass überhaupt jemand kam. In meinem Lernprozess für das Neue kam ich an der Templer Komturei nicht vorbei. So wurde ich Mitglied und Servientes in der Komturei und hier Flüchtlings- beauftragte. Wir organisierten einen Lehrer, möblierten ihre karge Unterkunft und so ging es weiter.
Ich kämpfte mit „meinen Männern“ erst gegen Dublin, dann gegen den subsidiären Status. 7 Tage die Woche war ich unterwegs, es sprach sich herum und mit meiner Hilfe reihte sich eine Unterkunft an die nächste an. Behördengänge, Job Center, Ärzte, Telefonate, Fragen und Einladungen von mittlerweile doppelt so vielen hilfebedürftigen Menschen waren an der Tagesordnung. Und immer wieder die ganz selbstverständliche Unterstützung unserer Templer-Komturei. Bis jetzt habe ich 30 Wohnungen besorgt, mich um das ganze Prozedere gekümmert mit Job Center und Eigentümer, Strom angemeldet und zum großen Teil die Wohnungen auch eingerichtet. Möbel mit dem Templer- Bus geholt und abgeliefert. Und ich lernte auch, lernte dass Kurden anders sind als arabische Syrer, dass der Äthiopier anders ist als die Menschen aus Eritrea.
Ich durfte sehen wie meine Jungs sich entwickelten und integrierten, Schule, dann Arbeit oder Ausbildung, jetzt wird der Führerschein gemacht und dann wird geheiratet. Natürlich gab es Rückschläge, Polizeieinsätze wenn’s wieder gekracht hat, bei vielen Leuten in einem kleinen Zimmer kein Wunder. Alle brauchen Unterstützung, denn alle sehen mich als Mutterersatz, und ich bin stolz auf sie, und den Erfolg meiner bisherigen Arbeit.

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Cordia Gietl